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Genussradler /// 19. Oktober 2026

Radsportverein Rosbach testet den Bettenradweg – schöne Aussichten, aber nicht ohne Tücken

Radsportverein Rosbach testet den Bettenradweg – schöne Aussichten, aber nicht ohne Tücken

53 Kilometer, rund 600 Höhenmeter und viele Eindrücke: Der RV 1911 Rosbach hat den Bettenradweg genauer unter die Lupe genommen.

Wie reizvoll ist die Strecke? Wo lohnt sich eine Pause, und an welchen Stellen warten unerwartete Herausforderungen? Diesen Fragen gingen einige Mitglieder des RV 1911 Rosbach bei einer Testfahrt nach. Schließlich soll das nächste Tourenprogramm nicht nur attraktive Routen bieten, sondern auch realistisch auf die Bedingungen vor Ort vorbereiten.

Startpunkt war der Bahnhof Glauberg-Stockheim. Von dort führte die Tour zunächst über den gut ausgebauten Vulkanradweg nach Gedern. Auf dem Programm standen hier ein Blick auf das Schloss sowie auf das Gelände der Landesgartenschau Oberhessen 2027. Wer unterwegs eine kleine Stärkung einlegen möchte, findet in der Bäckerei Naumann oder im gegenüberliegenden Lokal Calabria Gelegenheit dazu. Ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten ist allerdings ratsam.

Anschließend wurde es auf dem eigentlichen Bettenradweg abwechslungsreicher – und auch anspruchsvoller. Landschaftlich hat die Route einiges zu bieten: weite Ausblicke, wechselnde Szenerien und eine Streckenführung, bei der keine Langeweile aufkommt. Gleichzeitig stellte das Testteam fest, dass die Orientierung nicht immer ganz einfach ist. Bereits der Abzweig vom Vulkanradweg oberhalb von Gedern lässt sich leicht übersehen.

Auch kulturelle Ziele entlang der Strecke könnten besser ausgeschildert sein. In Wenings ist der Abzweig zur Ruine der Marienkirche schnell verpasst, da der Hinweis nur aus einer Fahrtrichtung sichtbar ist. Wer die Ruine erreicht, sollte allerdings keine allzu großen Erwartungen mitbringen: Das Mauerwerk ist stark überwuchert, sodass nur noch wenige Steine zu erkennen sind. Bei der historischen Burg Moritzstein im benachbarten Wenings vermisste die Gruppe sogar gänzlich einen touristischen Hinweis.

Auch sportlich fordert der Bettenradweg seine Fahrerinnen und Fahrer. Auf welligem Terrain wechseln kurze Anstiege und Abfahrten einander ab. Hinzu kommen Feld- und Waldwege, deren Bodenwellen und Schotterpassagen den Rücken mitunter deutlich beanspruchen. Empfehlenswert sind daher ein gut gefedertes Rad und Reifen mit ausgeprägtem Profil.

Das Fazit der Testfahrer: Der Bettenradweg ist eine landschaftlich reizvolle Tour mit vielen schönen Ausblicken, bringt jedoch auch einige Tücken mit sich. Ob er in das Tourenprogramm 2027 aufgenommen wird, sollte deshalb sorgfältig abgewogen werden – insbesondere mit Blick auf die Anforderungen an Material und Kondition sowie auf die teils verbesserungswürdige Wegweisung.