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Genussradler /// 30. August 2026

Mit dem Rad durch Natur, Geschichte und Kultur: Die Wetterauer Seenplatte

Mit dem Rad durch Natur, Geschichte und Kultur: Die Wetterauer Seenplatte

Die Wetterauer Seenplatte ist ein ideales Ziel für alle, die eine abwechslungsreiche Radtour mit Naturerlebnis, regionaler Geschichte und kulturellen Besonderheiten verbinden möchten.

Von Rosbach aus ging es zunächst über Ossenheim und Bauernheim nach Dorn-Assenheim. Dort befindet sich der Bergwerkssee, der jüngste der durch den Braunkohleabbau entstandenen Seen und zugleich der eigentliche Startpunkt der Tour „Wetterauer Seenplatte“.

Schon hier wird deutlich, wie eng Natur, Geschichte und Kultur miteinander verbunden sind. Ein besonderer Blickfang ist der Weidenpavillon mit seinen Weidenskulpturen und der „Weidenmuschel“. Das aus natürlichen Materialien geschaffene Kunstwerk lädt zum Verweilen ein und bietet einen schönen Blick auf den See.

Weiter führte die Strecke zum Pfaffen- und Teufelsee sowie später zum Unteren Knappensee. An den dortigen Aussichtsplattformen kamen Naturfreunde und Vogelliebhaber auf ihre Kosten. Von den Aussichtspunkten aus ließ sich eine Vielzahl von Vögeln auf und rund um die Wasserflächen beobachten.

Vorbei am Oberen Knappensee erreichte die Gruppe den Trais-Horloffer See, besser bekannt als Inheidener See. Gemeinsam mit dem Wölfersheimer See zählt er zu den größten Seen der Wetterauer Seenplatte: Der Inheidener See umfasst rund 35 Hektar, der Wölfersheimer See rund 38 Hektar.

Kurz vor dem Barbarasee sorgte eine falsche Abbiegung für eine ungeplante, aber durchaus attraktive Abwechslung. Statt auf dem vorgesehenen Weg landete die Gruppe auf einem Trail direkt am Ufer des Sees und musste diesen nutzen, um wieder zum Radweg zu gelangen.

Der Barbarasee heißt offiziell Sachsensee. In der Bevölkerung hat sich jedoch der Name Barbarasee eingebürgert. Namensgeberin ist die heilige Barbara, die unter anderem als Schutzpatronin der Bergleute gilt. Ihr Gedenktag am 4. Dezember ist bis heute mit dem traditionellen Brauch der Barbarazweige verbunden.

Die verspätete Mittagsrast wurde am Red-Lama-Imbiss am Wölfersheimer See eingelegt – und wie immer war es ausgesprochen lecker. Gut gestärkt ging es anschließend über Melbach und Dorheim zügig zurück nach Rosbach.

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: Die abwechslungsreiche, knapp 70 Kilometer lange Tagestour sollte auch in der kommenden Saison wieder einen festen Platz im Tourenplan des Radsportvereins 1911 Rosbach haben.