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Kindheitstraum auf 630 Kilometern:

Einmal mit dem Rad zum Legoland nach Billund –

für Andreas und Thorge wurde dieser Kindheitstraum jetzt Wirklichkeit. Allerdings nicht als gemütlicher Wochenendausflug, sondern stilecht im Rahmen eines 600er-Brevets.

Gestartet wurde in Kiel mit fünf Minuten Zeitunterschied: Andreas um 20:00 Uhr, Thorge um 20:05 Uhr. Spätestens ab der Kanalfähre Landwehr waren beide gemeinsam unterwegs – und das sollte sich als perfekte Kombination erweisen. Bis Flensburg rollte zunächst eine größere Gruppe zügig in die Nacht hinein. Trotz Gewitterstimmung vor dem Start meinte es das Wetter gut mit den Fahrern: milde Temperaturen, beeindruckende Abendstimmungen und Ausblicke, die fast schon kitschig schön wirkten.

Die Strecke hatte einiges zu bieten: Kieler Hafen, Eckernförde, Missunde, Flensburg, Apenrade, Kolding – und schließlich tatsächlich Billund. Legoland erreicht, Aufgabe also erledigt? Natürlich nicht. Bei einem Brevet ist der Weg zurück bekanntlich die zweite Hälfte des Spaßes.

In Dänemark wurde vor allem eines: ordentlich Rad gefahren. Von der Küste war im Dunkeln nicht viel zu sehen, dafür umso mehr von den Anstiegen rund um Kolding. Auch die Gruppen sortierten sich unterwegs immer wieder neu. Am Ende fanden Andreas und Thorge eine Fünfergruppe, in der Tempo, Teamgeist und Leidensbereitschaft bestens zusammenpassten – eine sehr wertvolle Entwicklung, denn der Wind hatte noch Großes vor: erst von der Seite, später auf rund 90 Kilometern direkt von vorn. Im sauberen Wechsel durch den Kreisel, mit guten Gesprächen und gemeinsamen Pausen, ließ sich auch diese Herausforderung meistern.

Die Rückfahrt führte entlang der Nordseeküste mit weiteren Höhepunkten wie dem Hafen von Esbjerg, dem Beltringharder Koog, Husum, Friedrichstadt und später über die Kanalfähre Oldenbüttel durch den Naturpark Westensee zwar knapp nach Sonnenuntergang aber noch mit Rest Tageslicht zurück nach Schönkirchen bei Kiel.

Am Ende standen rund 630 Kilometer auf dem Tacho, gefahren mit einem Schnitt von über 28 km/h. Die reine Fahrzeit betrug 22 Stunden und 11 beziehungsweise 19 Minuten – je nach Startzeit. Geschlafen wurde nicht – wozu auch, wenn man stattdessen Brevet fahren kann? Vier Stunden Pause waren insgesamt nötig: für Kontrollstellen, Tankstellenverpflegung, Pizza am Mittag sowie Kaffee und Kuchen in Husum.

Fazit: Legoland wurde erreicht, der Kindheitstraum erfüllt und ganz nebenbei eine ziemlich beeindruckende Langstreckenfahrt hingelegt. Respekt!

Und während Andreas nach diesem kleinen Einrollen nun gleich weiter mit dem Gravelrad durch Norwegen fährt, dreht Thorge noch eine entspannte Ehrenrunde durchs Kieler Umland – wahrscheinlich auf der wichtigen Mission „Kaffee und Kuchen“.

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