Genussradler /// 26. September 2026
Auf Goldsuche im Taunus – eine Genussradtour mit Überraschungen

53 Kilometer, 688 Höhenmeter und jede Menge Geschichte, Natur und Genuss: Die Genussradler des RV 1911 Rosbach e.V. machten sich am 26. September auf eine besondere Tour zur Goldgrube bei der Hohemark.
Über Köppern und den Rotlaufweg bei Bad Homburg führte die Strecke zunächst hinauf zur Saalburg. Der Anstieg hatte es in sich, wurde aber auch vom einzigen Biobiker der Gruppe bravourös gemeistert.

An der Jupitersäule gab es den ersten kulturellen Zwischenstopp. Das Monument erinnert an die römische Vergangenheit der Region. Weiter ging es über den Hirschgarten zum Elisabethenstein, einer markanten Felsengruppe aus Taunusgranit.
Dann war das eigentliche Ziel erreicht: die Goldgrube.
Schon die Römer versuchten hier, Erze abzubauen. 1719 nahm der Alchimist Freiherr von Creutz einen neuen Anlauf. Mit Unterstützung des Homburger Landgrafen und Frankfurter Geldgebern hoffte man auf wertvolle Funde. Doch bereits 1722 wurde das kostspielige Unternehmen eingestellt.
Gold wurde kein einziges Gramm gefunden.
Der heute gesicherte und vergitterte Stolleneingang ist trotzdem ein lohnendes Ziel. Beim Fotoshooting vor dem Stollen ließen es sich die Radler nicht nehmen, zur allgemeinen Erheiterung das bekannte Steigerlied anzustimmen.
Nach so viel Bewegung und Geschichte wurde es Zeit für einen anderen Höhepunkt: Im Ausflugslokal Waldtraut an der Hohemark wurde ausgiebig eingekehrt und neue Energie getankt.

Die Rückfahrt führte über die Hadertsmühle, das gotische Haus in Dornholzhausen und den Gustavspark mit seinen alten Bäumen und interessanten Kunstinstallationen. Im Kleinen Tannenwald warteten anschließend ein romantischer Teich, eine Insel und das chinesische Teehäuschen auf die Radler. Auch der Weiße Turm auf dem Bad Homburger Schlossgelände durfte auf dieser abwechslungsreichen Tour nicht fehlen.
Durch Kurpark und Hardtwald ging es schließlich nach Friedrichsdorf. Dort sorgten Eis und Kaffee für den süßen Abschluss.
Nach 53 Kilometern und 688 Höhenmetern erreichten die Genussradler wohlbehalten wieder Rosbach. Gold hatten sie zwar nicht gefunden – dafür aber eine Tour voller sportlicher Herausforderungen, Geschichte, Kultur, Natur, guter Laune und kulinarischer Genüsse.
Die Goldsuche war erfolglos. Die Tour dagegen ein voller Erfolg – und eine Wiederholung ist bereits fest eingeplant.