75 Kilometer, viele Eindrücke und beste Stimmung –

Radsportverein auf Tour durchs Marburger Land

Die Genussradler des Radsportvereins erlebten bei einer abwechslungsreichen Tagestour durch das Marburger Land ein volles Programm aus sportlicher Betätigung, beeindruckender Landschaft sowie historischen und kulturellen Höhepunkten.

Pünktlich um 10 Uhr startete die Gruppe unter der Leitung von Kurt Belz, unterstützt von Andreas Ullrich, am ruhigen Ortsrand von Nieder-Weimar direkt am See. Die Route führte zunächst durch das Marburger Südbecken. Dabei bot sich immer wieder ein schöner Blick auf das weithin sichtbare Marburger Schloss. Weiter ging es in östlicher Richtung durch das liebliche Flusstal der Ohm, während bereits aus der Ferne der markante Vulkankegel der Amöneburg die Landschaft prägte.

Am Fuße des Berges erreichten die Radler die historische Brücker Mühle, eine alte Wassermühle an der Ohm mit Mühlenladen und Café. Die idyllische Anlage bot eine willkommene Gelegenheit zum Durchatmen und Verweilen.

Entlang des Ohmtals führte die Strecke anschließend am ehemaligen Städtchen Schweinsberg vorbei. Hoch über dem Ort liegt das Schloss der oberhessischen Uradelsfamilie Schenck zu Schweinsberg, das bis heute bewohnt wird. Einen völlig anderen Eindruck vermittelte der riesige Tagebau in Nieder-Ofleiden, wo seit Jahrzehnten Basalt abgebaut wird und sich die Landschaft sichtbar verändert.

Nach rund 43 Kilometern war Homberg (Ohm) erreicht. In der historischen Gaststätte Hainmühle legte die Gruppe ihre wohlverdiente Mittagspause ein. Bei ausgezeichnetem bürgerlichem Essen und bester Stimmung wurden die Energiereserven für die zweite Etappe aufgefüllt.

Ein weiterer kultureller Höhepunkt wartete mit Schloss Rauischholzhausen und seinem weitläufigen Schlosspark. Das Anwesen wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Ferdinand Eduard Stumm zu einem Schloss ausgebaut. Der Park entstand nach Plänen von Heinrich Siesmayer, dem Gestalter des Frankfurter Palmengartens. Heute gehört die Anlage dem Land Hessen.

Auf dem Rückweg ging es teilweise über die historische Handelsstraße „Lange Hessen“ sowie über einen stillgelegten, angenehm schattigen Bahnradweg in Richtung Cappel. Nach der Überquerung der Lahn erreichte die Gruppe schließlich nach rund 75 Kilometern und bei sommerlicher Hitze wieder wohlbehalten ihren Ausgangspunkt.

Den gelungenen Abschluss bildete ein gemeinsamer Absacker im Restaurant Seepark direkt am Weimarer See. Mit Blick auf das Wasser und die zahlreichen Wassersportler kam zum Abschluss der abwechslungsreichen Tour noch einmal echtes Urlaubsfeeling auf.

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